14. April 2014

disclaimer zweite hälfte 2014

wie ich schon ende 2013 angesagt habe, wird sich meine lebenssituation in absehbarer zeit (ET 22.5.) noch mal massiv verändern. ich hatte gehofft, in der verbleibenden zeit ausreichend vorarbeiten zu können – leider hat mich die kombination aus beeinträchtigtem immunsystem und kindergartenkind zeitweise völlig außer gefecht gesetzt (zuletzt zwei wochen erkältung/magen-darm-infekt/kiefernhöhlen-entzündung, anschließend kur-urlaub auf der insel).
in den nächsten tagen hoffe ich, zumindest bis über den ET hinaus einträge vorbereiten zu können. ich kann nichts versprechen und natürlicherweise übernehmen andere aspekte des lebens höhere priorität. ich möchte mich also im vorhinein schon mal für lücken in der regelmäßigen kategorie “frau der woche” entschuldigen. ich habe die hoffnung nicht aufgegeben, dass es sich auch in der zweiten hälfte des jahres einrichten lässt, dass ich einmal pro woche die schnelle recherche und den schnellen text irgendwie in meine abläufe integrieren kann.

als alternative/trostpflaster/notlösung werde ich demnächst – wie ebenfalls angekündigt – mit nicht nur prosa, sondern auch lyrik aus vergangenen tage aufwarten. dann gibt’s wenigstens ab und zu was zu lesen, um die follower nicht zu verprellen. außer, die texte kommen dann so schlecht an, was ich nicht hoffe.

14. April 2014

KW 16/2014: Jayne Mansfield, 19. April 1933

Jayne Mansfield

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Sie hatte angeblich einen IQ von 163; sie bekam eine Tochter mit 17 und ging dann mit Mann und Kind nach Hollywood – und als sie ihren 7-Jahres-Vertrag mit Warner Bros. unterschrieb, reichte sie am selben Tag die Scheidung ein (nach einer einvernehmlichen Trennung). Sie baute ihre Karriere auf ihrem Körperbau auf, aber tatsächlich hatte sie mehr zu bieten, wie man in den tollen Tashlin-Komödien Schlagerpiraten und Sirene in Blond (von mir besonders geliebt für die Werbe-Welt) sehen kann.
Leider schien sie kein so gutes Händchen für Filme, Studios und Publicity-Manöver zu haben – das Exponieren ihrer Brüste führte zwar zu Presse, aber nicht unbedingt zum Erfolg. Und dann starb sie, 34jährig, als B-Promi und Mutter von 5 Kindern. IMDb

Runners-up: May Robson, Constance Talmadge

7. April 2014

randgruppe

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diese kleinfamilie (alleinerziehende mutter?) steht am seiteneingang der AOK Krefeld, bei den kundentoiletten

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7. April 2014

KW 15/2014: Mary Pickford, 8. April 1892

Mary Pickford

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Eine feste Größe in David W. Griffiths Filmen, trug unter anderem mit ihrem Erfolg zum heutigen Star-Kult bei und gründete als einzige Frau mit den drei Männern Charlie Chaplin, David W. Griffith und Douglas Fairbanks sen. die United Artists. Sie war und bleibt eine der erfolgreichsten Frauen der Filmgeschichte, ungeachtet ihres Endes. IMDb

 

Runner-up: Marjorie Best

31. März 2014

KW 14/2014: Linda Hunt, 2. April 1945

Linda Hunt

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Mit ihrem breiten Spektrum an schauspielerischen Facetten ist sie die einzige Frau, die jemals einen Oscar für die Darstellung einer männlichen Nebenrolle erhielt. Nicht, dass diese Rollen so zahlreich gesät wären – und das ja nun auch nicht so sehr ein Problem ist, stellen Männer ja auch selten Frauen dar, ohne dass das crossdressing explizit Thema des Films wäre – aber obwohl sie in Dune, Kindergarten Cop und derzeit regelmäßig in Navy CIS mitspielt, ist Billy Kwan in Ein Jahr in der Hölle doch die Rolle, auf die ich immer wieder zurückkomme, wenn ich sie sehe. IMDb

Runner-up: Ingrid Steeger (bei der ich mich immer selbst davor warnen muss, sie nicht zu bemitleiden, weil sie das noch mehr in eine Opferrolle presst als ihre Biographie)

24. März 2014

KW 13/2014: Brigitte Horney, 29. März 1911

Brigitte Horney

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Älteste Tochter der Psychoanalytikerin Karen Horney, Wangenknochen zum Messerschärfen; aber wirklich sind es die menschlichen Aspekte, die Brigitte Horney bemerkenswert machten: Sie flog in die Schweiz, um dem Kollegen Joachim Gottschalk ein Engagement dort zu ermöglichen, der sich vom Regime des Dritten Reiches vor die Wahl Arbeit oder (jüdische) Famiilie gestellt sah. Als dieser noch vor ihrer Rückkehr mit Frau und 8jährigem Sohn Selbstmord beging, untersagte Goebbels den Besuch der Beerdigung – Horney, unter anderem, widersetzte sich diesem Verbot und trug ihren geschätzten Kollegen zu Grabe. Dies ist nur ein Beispiel ihrer Integrität. IMDb

Runner-up: Catherine Keener (z.B. aus An American Crime)

17. März 2014

KW 12/2014: Glenn Close, 19. März 1947

Glenn Close

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Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin für ihre erste Filmrolle – als emanzipierte, außer der Rolle lebende Mutter von Garp, in den folgenden sechs Jahren weitere vier Nominierungen. Auch wenn sie den Award bisher noch nicht tatsächlich mit nach Hause genommen hat, eine beeindruckende Darstellerin von immer wieder Frauen, die sich nicht mit dem Status Quo zufrieden geben. IMDb

Runners-up: Holly Hunter, Amanda Plummer

10. März 2014

KW 11/2014: Liza Minnelli, 12. März 1946

Liza Minnelli

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Eigentlich eher eine Sängerin, hat sie jedoch mit ihrer Sally Bowles in Cabaret Musical-Geschichte geschrieben. IMDb

Runner-up: Elisabeth Volkmann

3. März 2014

KW 10/2014: Anna Magnani, 7. März 1908

Anna Magnani

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Alle Stimmen über Anna Magnani – auch die ihres Ex-Geliebten Roberto Rosselini, der sie für Ingrid Bergmann sitzen ließ – überschlagen sich in emotionalem Ausdruck. “Die Wölfin”, “vulkanische Erdmutter des italienischen Kino”, “größtes Darstellergenie seit Eleonora Duse” – von Charisma und Authentizität ist die Rede. Tennessee Williams schrieb zwei Drehbücher explizit für sie in der Hauptrolle, Die tätowierte Rose und Der Mann in der Schlangenhaut. IMDb

Runner-up: Jean Harlow

26. Februar 2014

das finstere tal

andreas prochaska, österreich/deutschland 2014

das patriarchat frisst seine kinder.

über frauenfiguren lässt sich zwar nicht sprechen – oder nur kaum, obwohl zwei frauen antrieb des plots sind. nichtsdestotrotz spreche ich eine starke empfehlung aus – nicht nur, weil der film (nicht unbekannte) fehlerhafte strukturen einer übermäßig patriarchalischen gesellschaft thematisiert, sondern weil er einfach fantastisch aussieht und eine erfrischende abwechslung zum seichten, leichten deutschsprachigen kino darstellt, wie es zu großen teilen die säle füllt. ohne seine herkunft zu verraten, stellt Das Finstere Tal einen bezug zum internationalen kino her und lässt hoffen, dass es immer wieder und weiterhin alternativen zur schweigerschen selbstbeweihräucherung geben wird.

allerdings braucht der film zuschauer, zuschauer, zuschauer. pilgert zahlreich in die kleinen kinos, in denen er läuft. es lohnt sich.

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