27. Mai 2015

mad max: fury road

george miller, australien/usa 2015

seht diesen film. fragt nicht, geht einfach ins kino und seht ihn.

die gründe dafür können vielfältig sein. ist MM:FR der neue maßstab für actionfilme, visuell wie inhaltlich? ja. der film geht nach vorne ohne jemals zu bremsen, er flemmst euch die stoppeln vom sehnerv, bläst das kondenswasser aus den ventrikeln, brennt sein markenzeichen in die schaulust. er legt eine post-apokalyptische welt dar, die aus pop-kultur-wahnwitz und phallozentrischer technik-verehrung gebastelt wurde, lässt den erklärbär aber wunderbar gelassen im winterschlaf.

ist MM:FR auch die “feministische propaganda”, die in manchen finsteren winkeln des internets gewittert wurde? die meinungen gehen auseinander, ich aber sage laut und mit strahlendem lächeln: ja. wobei man heute eben ruhig von “feministischer propaganda” sprechen darf, wenn männer und frauen schlicht mengenmäßig und in ihren handlungsmöglichkeiten gleichberechtigt eingesetzt werden. wenn der bechdeltest ohne die geringste schwäche bestanden wird. wenn ein actionfilm eine frau und einen mann als hauptpersonen einsetzt und diese beiden keine liebesbeziehung eingehen. wenn männer und frauen kooperieren, um ein system zu stürzen, das beide geschlechter in enge, erniedrigende und tödliche korsette zwängt.

mein neuer absoluter lieblingsfilm – er hat natürlich wieder tom hardy und er hat vor allem charlize theron. geht, seht, liebt.

The Mary Sue: MM:FR is a lovely orgasm for your eyes

We All Agree that Mad Max: Fury Road is Great. Here’s Why It’s Also Important.

7 ways ‘Mad Max: Fury Road’ sublimely subverts movie sexism

hey girl feminist mad max tumblr

27. Mai 2015

ankündigung für rest 2015

das leben geht merkwürdige, manchmal ärgerliche wege… seit gestern bin ich offiziell nicht mehr in elternzeit, jedoch auch nicht an meinem arbeitsplatz, aus gründen und unter umständen, die ich weder erörtern sollte noch möchte.

in jedem fall geht es hier ab nächster woche wieder los mit dem kalender, in der hoffnung, dass sich in der zweiten hälfte dieses jahres keine weiteren änderungen einstellen, die mir eine weiterführung unmöglich machen.

die kriterien für die frau der woche für den rest dieses jahres nenne ich mal geplanten zufall. ich wähle für die erste woche eine frau aus, die am montag geburtstag hat, für die zweite eine, die am dienstag geburtstag hat, für die dritte am mittwoch etc., you get the gist. das erleichtert mir das leben, da es recherchezeit und qual der wahl reduziert.

an alles weitere gewöhnt man sich stück für stück, wie pepe le moko es damals zu einer wesentlich schlimmeren sachlage ausdrückte. -__-

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20. Mai 2015

flug durch die zärtliche nacht

nachdem ich mich aus einer gelinde gesagt ungünstigen beziehung gelöst hatte, brauchte ich einerseits zeit zu heilen und andererseits einen neuen freundeskreis. den fand ich bald und wundervoll. es wurde einer der besten sommer meines lebens.

auf meinem flug durch die zärtliche nacht
traf ich einen fremden
mit offenem blick
das herz frei
auf dem weg in die zukunft

auf meinem flug durch die zärtliche nacht
traf ich eine frau
mit flammendem haar
der geist klar
von irdener wahrhaftigkeit

auf meinem flug durch die zärtliche nacht
traf ich mich selbst
in schwäche und kraft
das leben bloß
in nüchternheit wild verliebt

marburg, 2002

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27. April 2015

hört die scheiße niemals auf?

ich bin so naiv. ich dachte, wenn man es zu einem gewissen grad an karriere geschafft hat, hört es auf mit den geschlechter-vorurteilen, den subtilen und offenen anmachen und dem dilemma, als frau nicht zu freundlich (= nicht ernstzunehmend), aber auch nicht zu streng (= muttihaft oder unweiblich) sein zu dürfen. turns out i was wrong.

überall.

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25. April 2015

eburnea

das gedicht zur geschichte – sozusagen das gegenstück zu “zurück zu stein“.

Ich hab ́ mein Fleisch aus Elfenbein
Dem Leben anvertraut
Es mag bald voller Narben sein,
doch endlich paßt die Haut.

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25. April 2015

Verantwortlichkeiten II

zorafeldman:

genau!

Ursprünglich veröffentlicht auf Aus Liebe zur Freiheit :

Da ich schon mal beim Nachdenken bin über das, was politische Verantwortung bedeutet, hier noch ein anderer Punkt. Ich bekomme öfter mal Mails oder Kommentare, in denen sowas steht wie „Der Feminismus müsste mal das und das tun“. Dabei frage ich mich dann natürlich immer, wer dieser „Der Feminismus“ eigentlich sein soll. Die naheliegende Antwort auf so was ist wohl: Wenn das und das deiner Meinung nach getan werden muss – ja, warum tust du es dann nicht?

In gewisser Weise sind solche Anregungen eine netter formulierte Unterform der beliebten Argumentationsfigur: „Wenn der Feminismus nur dieses oder jenes (nicht) tun würde, dann wäre er besser, dann würde ich mich vielleicht auch Feministin nennen, dann wäre ich nicht mehr dagegen“ usw. Darin spiegelt sich die merkwürdige Haltung wider, Politik in der Logik von Werbung und Verkaufen zu interpretieren. „Wenn der Feminismus so und so (nicht) wäre, dann würde ich ihn vielleicht…

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24. April 2015

the sarkeesian experience

Anita Sarkeesian über Online-Bedrohung und -Belästigung, die Diskreditierungsversuche und aberwitzigen Verschwörungstheorien, mit denen sie sich herumschlägt, weil sie eine Stimme für den Paradigmenwechsel in der so genannten “Gamer Community” ist.

22. April 2015

Antilopen, die Löwen fressen. In elf einfachen Lektionen zum Terror-Opfer

Antilopen, die Löwen fressen. In elf einfachen Lektionen zum Terror-Opfer.

22. April 2015

model-mosaik 

…i can’t even

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22. April 2015

Verantwortlichkeiten

zorafeldman:

hervorragender artikel über die verantwortung, die wir alle haben.

Ursprünglich veröffentlicht auf Aus Liebe zur Freiheit :

Ich möchte euch ein schönes Portraitüber diefeministische TheologinAmina Wadudempfehlen, die muslimische Frauen auffordert, der patriarchalen Interpretation des Islam deutlicher zu widersprechen. „We let patriarchy to take over“ kritisiert sie, das heißt, sie richtet sich mit ihrem Appell nicht an „die anderen“ (die Männer, das Patriarchat, die Typen vom Islamischen Staat) sondern an „uns“ – in diesem Fall die muslimischen Frauen – und fordert sie auf, Verantwortung für die Art und Weise zu übernehmen, wie sich der Islam derzeit entwickelt.

Ich poste das hier auch deshalb, weil mich einige Reaktionen auf meinen Blogpost zum Thema Rape Culturedoch verwundert haben. Dort schrieb ich unter Bezug auf die Arbeiten vonMithu M. Sanyal, Frauenseien „mit der Art und Weise, wie sie Geschlecht ‚performen‘ auch selbst aktive Mitwirkende an dem, was heute unter dem Oberbegriff Rape Culture, also Vergewaltigungskultur zusammengefasst wird.“ Das wurdekritisiert mit dem Argument, damit würde ich Vergewaltigungsopfern eine Mitschuld…

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