mann, konstruiert

am donnerstag, 19. juni, läuft die gender-experiment-dokumentation Man For A Day von Katarina Peters in den kinos an. Peters hat einen workshop von gender-aktivistin Diane Torr in berlin mit der kamera begleitet, in dem frauen sich, zunächst äußerlich, in männer verwandeln konnten. sicher eine interessante erfahrung, dabei gewesen zu sein. den film zu sehen, könnte daher auch interessant sein.

Diane Torr hat natürlich auch eine eigene webiste.

2 Kommentare to “mann, konstruiert”

  1. Von solchen Workshops habe ich schon öfters gelesen und ich glaube, dass das ganz spaßig sein kann. Allerdings nehme ich an, dass diese „Verwandlung“ recht oberflächlich ist. Ich glaube nicht, dass ein Laie (eine Laiin??? gibt es das in weiblicher Form – ich bin verwirrt…) den Geschlechterwechsel so schnell überzeugend rüber bringt. Doch es ist als Erfahrung bestimmt ein eye-opener, wenn man sich zuvor noch nicht intensiv mit Gendertheorien beschäftigt hat. Denn ja, ich bin überzeugt, dass Identität und insbesondere Geschlechtsidentität konstruiert und darum veränderlich sind. Und warum sollte man die extremste Form der Veränderung nicht mal für einen Tag ausprobieren?

    • ich glaube, für manche frauen könnte schon auch diese oberflächliche veränderung eine offenbarung sein… ich fand schon die erfahrungen interessant – mit dem weniger strengen rollenbild, mit dem ich aufgewachsen bin – die ich in theatergruppen oder anderen aktivitäten gemacht habe, die im weiteren umfeld mit körpersprache zu tun hatten. das ging vom chor – ich habe immer tenor gesungen und mich demenstprechend nicht nur zu den kerlen zugehörig gefühlt, sondern in manchen stücken auch einen spielen dürfen – bis zu den sprech-schulkursen an der uni, in denen man lernt, dass mit überschlagenen beinen und eingeklemmtem brustkorb kein anständiger ton möglich ist. sogar für mich waren da immer noch mal erkenntnisse zu gewinnen.
      ich glaube, dass leider immer noch vieles, was arbiträr in die rollen eingeschrieben ist, vielen männern und frauen „natürlich“ vorkommt. schon ein kleiner riss in diesem bild kann nach meiner erfahrung zu wahren befreiungsfluten führen…
      (danke für’s sternchen!)

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