sprachgebiete erobern

ich persönlich habe kein problem mit den weiblichen-geschlechtsteil-vulgärausdrücken der engländer und holländer. ich finde sogar, im sinne einer reappropriation könnte ich mir das als eine form der emanzipation vorstellen – wenn, wie herr gauger dies im interview sagt, das fluchen eine männerdomäne ist, will ich als frau mit „weiblichen“ wörtern fluchen.

klar: die konnotation des weiblichen geschlechtsteils mit negativem kann auch wieder interpretiert werden als männliches pejorativ. aber eine herabsetzung funktioniert ja auch nur zu zweit.

also: cunts und kuts away.

Schlagwörter: , , ,

2 Kommentare to “sprachgebiete erobern”

  1. Ich kann mich dunkel an ein feministisches linguistikbuch erinnern, in dem es nicht spezifisch um schimpfwörter ging, es war etwas allumfassender: „man-made language“ hiess es glaube ich.

    • es gibt da einige linguistische bücher zu, auch „Gewalt durch Sprache“ von Senta Tröml-Plötz (ja, die heißt echt so) und „Das Deutsche als Männersprache“ von Luise Pusch.
      ich persönlich bin da etwas zurückhaltend, brauche auch das“_In“ nicht unbedingt. ich bediene mich allerdings auch gerne „männlicher“ sprachgebiete, das hat ordentlich wums. könnte allerdings auch darüber referieren, wie das manchmal als signal sexueller verfügbarkeit missdeutet wird…

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: