Archive for Oktober, 2012

29. Oktober 2012

KW 44/2012: Aurélie Nemours, 29. Oktober 1910

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25. Oktober 2012

jeden tag

als ich meinem mann mal von den erlebnissen erzählte, die ich mit sexueller belästigung hatte (die früheste, wenn ich mich nicht täusche, schon im grundschulalter), war er angemessen betreten und fremd-beschämt. aber ich denke, gleichermaßen überrascht von der tatsache, dass es tatsächlich diese kleinen ekligen oder schmerzhaften momente auch in meinem leben gegeben hat. ich habe ihm diese anekdoten nur deswegen erzählt, weil wir zuvor ein gespräch darüber geführt hatten, wie schmerzhaft es für mich ist zu wissen, dass ich meine tochter vor diesen momenten nicht werde beschützen können, weil ich weiß, dass jede frau in ihrem leben mehr oder wengier traumatische erlebnisse hat.

in meinem fall waren es zwar nur „kleinigkeiten“ im vergleich zu den massiven übergriffen, die manche frauen erleiden. nichtsdestotrotz haben sie mich – als mensch, aber auch als frau – geprägt. sie haben dazu beigetragen, dass ich bestimmte situationen, körperhaltungen, ja, auch kleidungsstücke meide. ich definiere meine motivation dabei so, dass ich den tätern ihre sache so schwer wie möglich machen will; aber wir alle wissen, dass es auch immer wieder das opfer ist, das beschuldigt wird: „warum gehst du auch nachts alleine nach hause!“, „warum streckst du deinen po auch so heraus!“, „warum trägst du auch so kurze röcke!“

die tätlichen übergriffe, aber auch die mehr oder weniger subtilen verbalen sexismen unseres alltags werden aus aller welt auf der seite des everyday sexism project gesammelt. was man da liest, treibt einem die zornesröte ins gesicht. und es kann vielleicht auch befreiend sein, seine eigene geschichte, seinen eigenen ärger beizutragen. auf dass es manchem vielleicht noch die augen öffne.

22. Oktober 2012

KW 43/2012: Edith Head, 28. Oktober 1897

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Oh mein Gott, auf sie habe ich gewartet. Als moderate Mode-Afficionada, vor allem aber als Enthusiastin für die Kleidung des letzten Jahrhunderts (vornehmlich der ersten Hälfte) und „Film-Freak“ (nicht meine Wortwahl) komme ich selbstverständlich um die kleine Grande Dame der Hollywood-Garderoben nicht herum. Nicht nur ihr hervorragender Geschmack und unausstechlicher Stil, auch ihre Chuzpe und ihr Ehrgeiz sind nachahmenswert.

Eine kurze, aber interessante Biografie ist bei Rebecca Mcwattie zu lesen. Ich will eigentlich nur noch anschließen: Wer die Frauenfiguren in Hitchcocks Filmen kennt – die in eigentlich allen mir bekannten Beispielen sehr wichtige Charaktere für den Fortgang der Handlung und für die suspense sind – und auch die Bedeutung derer Garderoben kennt, der kann seine Augen nicht verschließen vor der Rolle, die Edith Head für das Kino gespielt hat.

QED: Diese Szene aus Marnie, die zeigt, dass Hitchcock auch beim Verhältnis von Frauen zu ihrem Körper und den daran befestigten Kleidungsstücken ein Meister der Beobachtung und der Details war. (Falls der youtube-Link nicht von allein auf den Moment springt, den ich meine: Etwa ab 9:30 beginnt die Szene.)

Wie Tipi Hedren den schon sehr züchtigen Rock über das Knie zieht, deutet die später aufgedeckten Probleme bereits an.

Hier einige Kostproben von Edith Heads Arbeit.

Edith Head war eine Frau, die wusste, was wichtig war für die Frauen im Film: für ihr Aussehen ebenso wie für das Verständnis der Rolle. Schlussendlich wurde ihr einer meiner Lieblingsfilme gewidmet (Dead Men Don’t Wear Plaid, ihre letzte Arbeit) und sie ist das Vorbild für einen meiner Lieblignscharaktere von Pixar: Edna Mode, die Designerin der Incredibles.

17. Oktober 2012

LYBD!

heute ist Love Your Body Day!

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17. Oktober 2012

die barfüßige geigerin


diese namenlose skulptur wandert leider ohne plakette in den kö-arkaden herum: mal steht sie hier, mal steht sie da.

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16. Oktober 2012

kenia im aufholmanöver

verzweifelte situationen schaffen radikale mittel. in kenia stürmt gerade eine gruppe frauen im vollgas aus der traditionellen unterdrückung in die absolute autonomie – ein sehr lesenswerter artikel im sz-online-magazin.

16. Oktober 2012

regurgitated traumas

15. Oktober 2012

okay, BIC.

15. Oktober 2012

KW 42/2012: Divine, 19. Oktober 1945

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Eigentlich hoffe ich, das niemandem erklären zu müssen, aber: Divine ist die Drag Queen, die regelmäßig in John Waters‘ Filmen mitspielte. Ich war überrascht zu erfahren, dass sie auch eine der ersten Dancefloor-Interpreten war – damals in den USA als HiNRG bezeichnet. (Ich würde mich sehr für eine Exkursion in die Entwicklung und Differenzierung dieser Musikstile interessieren, falls jemand sich damit auskennt.)

Dank Hairspray war Divine meine erste Begegnung mit einer Drag Queen. Meine Faszination mit diesen Über-Frauen ist nicht der einzige Grund, warum ich auch bereit bin, das Filmprojekt I AM DIVINE, das ihre Biographie auf die Leinwand bringen soll, bei kickstarter zu unterstützen. Wenn ihr auch dazu bereit seid, macht schnell, denn der Countdown läuft: Bis zu ihrem Geburtstag am 19. müssen $40.000,- zusammenkommen. (Wer kickstarter nicht kennt: Ihr gebt an, mit welchem Betrag ihr unterstützen wollt, und wenn sich genug Unterstützer melden und die Zielsumme theoretisch erreicht würde, wird die entsprechende Summe über die Kreditkarte abgebucht. Sollte das Projekt nicht zustande kommen, wird nicht gebucht.)

9. Oktober 2012

kaiser wilhelms escortservice

die göttinnen nike und demeter zu fuß am martin-luther-platz in düsseldorf

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