KW 40/2012: Uta Ranke-Heinemann, 2. Oktober 1927

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In Uta Ranke-Heinemanns Leben die Sternstunde ermitteln zu wollen, ist müßig. Ihr kritischer Geist hat sie Zeit ihres Lebens und noch jetzt im hohen Alter dazu befähigt, mit Verve gegen das zu anzutreten, was ihrem Verständnis von christlicher Nächstenliebe (bzw. einem allgemein humanistischen Verständnis von tolerantem Miteinander) und dem gesunden Menschenverstand widerspricht.

Ob es das Anzweifeln der Jungfrauengeburt ist, die Kritik am Zölibat und dem Umgang mit Pädophilie in der katholischen Kirche oder der Kampf für Toleranz gegenüber Homosexualität, diese Standpunkte spiegeln eine Person wider, die selbst unter Umständen, die Subversion nicht gerade fördern (Theologiestudium), ihre eigenen gedanklichen Wege geht. Dass so etwas innerhalb eines christlichen (katholischen) Glaubensbekenntnisses möglich ist, macht mir die Kirche fast wieder sympathisch.

Als ich Uta Ranke-Heinemann das erste Mal im Fernsehen sah, dachte ich, sie sei so eine Art Dr. Ruth und fragte mich, wie sie bisher unter meinem Radar hatte bleiben können. Da ich mich ansonsten herzlich wenig um kirchliche Belange kümmere, begegne ich ihr zwar entsprechend selten im alltäglichenMedienkonsum, aber alles,was ich von ihr lese und höre, nimmt mich für sie ein.

Eins der lesenswertesten Interviews mit ihr – weil es vor allem auch die immer wiederkehrenden Anekdoten enthält – ist bei VICE zu lesen. Ansonsten will ich eigentlich nur zu ihren Zitaten verlinken.

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