rückblick – ausblick

nach dem ersten jahr dieses blogs ist es gelegenheit, jahreszeitengemäß einmal zurückzublicken.

auf der positiven seite: ich habe im kalender das geschafft, was ich mir vorgenommen habe – jede woche habe ich die mir selbst auferlegte pflicht erfüllt (dass mir jetzt keiner unkt: „das ist ja wohl das mindeste!“). jetzt, wo sich eine gewisse routine eingestellt hat und ich die arbeit und mich realistisch einschätzen kann, nehme ich mir experimentierfreudig für’s nächste jahr mal ein grob umrissenes themengebiet vor: im nächsten jahr soll sich mein kalender mit „grenzgängerinnen“ befassen – ich lasse mir wie gehabt die freiheit, den begriff lose zu fassen, also die grenze wörtlich oder metaphorisch, als körperlich, geistig oder moralisch zu interpretieren.

auf der verbesserungsfähigen seite muss ich feststellen, dass ich lange nicht so oft und so ausführlich über frauenfiguren im film geschrieben habe, wie das eigentlich auch mal der plan war. um das zu ändern, tut die evaluierung not der gründe, die mich davon abgehalten haben. da ist zum einen klar eine gewisse behäbigkeit, mit der ich mich auf das bequem zu beackernde feld des kalenders beschränkt habe. dann auch die menge an filmen, die bei uns geschaut wird – nicht umsonst habe ich damals mein filmtagebuch aufgegeben, weil ich zwischen dem beständigen hinterherhinken und meinem zwanghaften vollständigkeitswillen zerrissen war. für dieses blog könnte und wollte ich eigentlich auch mal nur ein, zwei sätze über die frauenfiguren in gesehenen filmen hinwerfen… schlussendlich ist es wohl aber auch der mangel an immediateness, die zu bequemlichkeit und mangelndem ansporn führt. direkt nach sichtung eines films habe ich manchmal konsistente, manchmal auch zerfaserte gedanken zum gesehenen, aber dies erwächst oder verdichtet sich selten zu einem schreibwürdigen blogeintrag, vor allem, wenn ich erst am nächsten oder übernächsten tag am computer sitze.

ob sich dieses problem mit dem neuen smartphone beheben lässt? einfach mal über die app die gedanken notieren, vielleicht sogar als reine schnipsel direkt veröffentlichen? der spott meines mannes über das smartphone-gefummel ist mir sicher…  ist er mir allerdings sowieso. und dann ist das „schreiben“ auf einer „daumenfreundlichen“ tastatur nicht wirklich verlockend, das neudeutsche wort „texten“ trifft es da ja eher… aber einen versuch ist es wert. schließlich habe ich mir noch neulich ob nur halb gelungener herzhafter muffins selbst auf die schultern geklopft, dass ein scheitern immerhin einen ausgeführten versuch voraussetzt.

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