suckerpunch

zack snyder, usa 2011

ein interessanter film, wenn er mir persönlich auch wenig emotional hinterlassen hat. in der zweiteiligen sichtung (hallo, elterndasein!) ging ich durch ein wechselbad der feministischen betrachtung.

erstmal dachte ich: oha, also wieder die angeblich „empowerte“ kampfgöre, die aber doch eigentlich nur dazu da ist, dem male gaze action und nackte oberschenkel zu zeigen. daraufhin wünschte ich mir reflexhaft eine anschließende sichtung eines wolverine oder thor – denn machen wir uns nichts vor: der männliche körper wird inzwischen für das weibliche publikum ebenso fetischisiert; und ich kann mich nicht dazu bringen, das so schlimm zu finden…

dann ging mir auf, dass der film locker den bechdel-test besteht – dass aber mit der garderobe der fünf protagonistinnen und dem bordell/burlesque-setting wiederum konterkariert.

da der film von seiner anlage her vielschichtig ist, gibt er QED einiges zur diskussion; über seine pro- oder anti-feministische ader kann ich mich nicht einigen. dass ich nicht die einzige bin, kann auf der bechdel-test-website nachgelesen werden.

wie gesagt blieb neben dieser inneren und auch im anschluss äußeren diskussion seiner ambivalenz leider sonst wenig regung in mir. schön anzusehen ist er, und mit toller musik versehen. aber zuckerwatte ist auch lecker und fluffig, bis sie verputzt ist.

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