Archive for ‘Sport-sports’

2. Januar 2017

01/2017: Fanny Bullock Workman, 8.1.1859

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Fanny Bullock Workman

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Fanny Bullock wurde in priviligierte Umstände geboren und genoss eine tiefgreifende Ausbildung in den Vereinigten Staaten (New York), Frankreich (Paris) und Deutschland (Dresden). Schon in ihrer Schulzeit war sie von Abenteuerlust und Fernweh getrieben.

Mit 22 Jahren heiratete sie Hunter Workman, der ihre Expeditionsfreude teilte und ihre Begeisterung für das Bergsteigen weckte. Es war dabei ihr Vorteil, dass amerikanische Bergsteiger-Clubs, anders als die europäischen, für Frauen offen waren. Fannys feministische Überzeugung wurde von dieser Tatsache geprägt; das Thema der Möglichkeiten und Rechte der Frau blieb für sie Zeit ihres Lebens mit dem des Bergsteigens verbunden.

Die Ehe brachte auch zwei Kinder hervor. Die Tochter Rachel, 1884 in Worcester, Mass. geboren, jedoch in Internaten und von Kindermädchen großgezogen wurde und der Sohn Siegfried, 1889 in Dresden geboren, mit etwa 4 Jahren an Lungenentzündung starb. Fanny sah sich selbst als eine Neue Frau, die sich in einer von Männern dominierten Welt nicht mit den traditionellen Rollen und Verhaltensmustern der Frauen zufriedengab. Dementsprechend hatte sie keinen Ehrgeiz für häusliche Pflichten und Kindererziehung. Ihrer Tochter schadete dieses Vorbild keineswegs.

Die Workmans verlegten nach dem Tod ihrer beider Eltern, der sie wirtschaftlich auf Lebzeiten absicherte, ihren Wohnsitz nach Deutschland und begannen von dort aus zunächst, die umgebenden Länder mit dem Fahrrad zu erkunden und darüber Reiseberichte zu schreiben. Ihre ersten Fahrradtouren führten in die Niederlande, Frankreich, Italien und die Schweiz; sie unternahmen eine einjährige Fahrradexpedition nach Spanien und Marokko und brachten dabei 4.500km unter die Reifen. Weiterhin durchquerten sie Palästina, Syrien und die Türkei und legten dabei in 10 Jahren 22.500km mit dem Rad zurück. Von dort aus wendeten sie sich schließlich dem Orient zu und bereisten, auf Fannys Initiative hin, Indien und den Himalaya.

In den folgenden 14 Jahren erkundete und erkletterte Fanny mit ihrem Mann große Teile des Himalaya und fügte ihren bisherigen Rekorden weitere hinzu. In den europäischen Jahren hatte sie als eine der ersten Frauen bereits den Mont Blanc, die Jungfrau und das Matterhorn bestiegen. Im Himalaya bestieg sie als erste Frau den Pinnacle Peak und stellte damit den Höhenrekord für Frauen auf, bei 6.930m. Sie bestieg als erste Frau den Koser Gunge und als erste Frau aus dem Westen den Siachengletscher, den sie mit ihrem Mann auch kartografierte.

Fanny Bullock Workman gründete 1902 den American Alpine Club mit, war die zweite Frau, die Mitglied der Royal Geographical Society werden durfte, und nachdem sie und ihr Mann ihre Expeditionstätigkeit hauptsächlich wegen des Ersten Weltkrieges aufgeben mussten, war sie die erste Frau, die an der Sorbonne in Paris Vorlesungen halten durfte – dies tat sie je nach Publikum auf Englisch, Deutsch oder Französisch.

Insgesamt veröffentlichte sie mit ihrem Mann acht Bücher über ihre Reisen, von denen sieben als Online-Lesematerial zu finden sind. Trotz oder gerade wegen ihrer eigenen priviligierten Herkunft und Situation hatte sie stets einen Blick für die Schwierigkeiten der Frauen in den Ländern, die sie bereiste, und setzte sich für Gleichberechtigung, bessere Bildungschancen für Mädchen und gemäß ihrer anderen Leidenschaft für frauengerechte, praktische Bergsteigerbekleidung. Sie selbst absolvierte ihre Expeditionen und Höhenrekorde in Röcken.

1925 starb sie in Cannes.

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Wiki english

Fanny Bullock was born into privilege and received a profound education in the US (New York) France (Paris) and Germany (Dresden). Already during her school years she was driven by a zest for adventure and wanderlust.

When she was 22, she married Hunter Workman, who shared her joy in expeditioning and aroused her enhusiasm for mountaineering. It was to her advantage that the American climbing clubs allowed women, as the European did not. Fanny’s feminist conviction was shaped by this fact; the topic of possibilities for and rights of women were for her connected to the topic of climbing throughout her life. 

The marriage produced two children as well. The daughter Rachel, born 1884 in Worcester, Mass. , was raised in private schools and by nannies, and the son Siegfried, born 1889 in Dresden, died of pneumonia at about 4 years old. Fanny saw herself as one of the New Women, who weren’t satisfied with traditional roles and behaviour patterns of a male dominated world. Correspondingly she had no ambition in chores or parenting. It doesn’t seem that her daughter took harm from her example.

After both their parents had died, financially securing them for the rest of their lives, the Workmans changed their place of residence to Germany and started at first to eyplore the neighbouring countries be bike and writing travel books about it. Their first bike tours took them to the Netherlands, France, Italy, and Switzerland; they ventured on a year-long bike expedition to Spain and Marocco, cycling a good 2,800m. Furthermore they crossed the Palestine, Syria and Turkey and by that covered a distance of approx. 14.000miles in ten years. From there they turned to the rient and traveled to Indiy and the Himalaya region, mainly on Fanny’s initiative.

In the following 14 years, Fanny and her husband explored and climbed wide parts of the Himalayas, adding more to her previous records. During the European years, she had climbed the summit of the Mont Blanc, the Jungfrau and the Matterhorn as the first woman to do so. In the Himalayas, she was the first woman to climb Pinnacle Peak, setting the altitude record for women at the time at 22,735feet. She was the first woman to climb the Koser Gunge and the first Western woman on the Siachen glacier, which she mapped with her husband.

In 1902, Fanny Bullock Workman co-founded the American Alpine Club, was the second woman to be allowed a member of the Royal Geographical Society, and after she and her husband had to abandoned their expeditioning, mainly due to the First World War, she was the first woman to lecture at the Sorbonne in Paris – she did this in English, German or French, depending on the audience.

She and her husband published eight books about their travels, seven of which can be found and read online. Despite or maybe because of her own privileged origin and situation, she always had an eye for the struggles of women in the countries she visited, and promoted equality, better education for girls and, in accordance with her other passion, practical and suitable climbing attire for women. She herself got through her expeditions and altitude records in skirts.

She died in Cannes in 1925.

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7. Dezember 2015

KW 50/2015: Gerlinde Kaltenbrunner, 13. Dezember 1970

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Gerlinde Kaltenbrunner

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Unter Bergsteigern sind die Achttausender die Goldmedaillen; 14 sind es an der Zahl: Mount Everest, K2, Kangchendzonga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri, Manaslu, Nanga Prabat, Annapurna, Hidden Peak (Gasherbrum I), Broad Peak, Gasherbrum II und Shishapangma.

Der erste, der alle 14 Achttausender bestieg, war Reinhold Messner (1986). Erst 2010 schlossen auch zwei Frauen die Reihe ab, und 2011 war Gerlinde Kaltenbrunner die erste Frau, die alle Achttausender sämtlich ohne Zuhilfenahme von Sauerstoffzufuhr bestieg. Sie begann die Serie mit 23 auf dem Broad Peak, erarbeitete sich 11 Gipfel zum Teil in mehreren Anläufen über die folgenden Jahre, meisterte mit dem Mount Everest den höchsten Achttausender im Jahr 2010 und schloss die Reihe 2011 mit dem K2.

Auf ihrer Webseite kann man diverse Expeditionsberichte nachlesen.

16. November 2015

KW 47/2015: Dolly Shepherd, 19. November 1886

Dolly Shepherd

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Freier Fall und gewagte Sprünge sind derzeit ein Thema in meinem Leben, daher passt Dolly Shepherd gerade sehr schön. Dolly hatte einige Male Glück in ihrem Leben und war auch Retterin: sie vollführte die allererste Mid-Air Luftrettung, als bei einem Doppelsprung aus einem Heißluftballon der Schirm ihrer Kollegin nicht öffnete. Dolly ließ sie die Arme und Beine um sich schlingen und rettete ihr so das Leben – nicht ohne Konsequenzen natürlich. Da die beiden zu schwer für einen Ein-Mann-Schirm waren, war Dolly einige Wochen nach dem Ereignis gelähmt.

Sie überlebte alle ihre Sprünge und zwei Weltkriege und sprang noch einmal mit über 90 Jahren mit den Red Devils.

8. Juli 2013

KW 28/2013: Helga Hengge,9. Juli 1966

 

Helga Hengge

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Helga Hengge war die erste deutsche Frau, die erfolgreich (heißt: ohne auf irgendeinem Teil des Auf- oder Abstiegs umzukommen) den Mount Everest bestieg.

 

31. Dezember 2012

KW 1/2013: Nina Kraft, 31. Dezember 1968

Nina Kraft

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Ja, das neue Jahr fängt mit einem leichten Beitrag an – die Feiertage, die Zeit mit der Familie, etc. pp.
Nichtsdestotrotz eine beeindruckende Person, in diesem Fall Grenzgängerin über die Möglichkeiten des physischen Einsatzes – mehrfache Ironman-Gewinnerin, auch nachdem sie aufgrund aufgedeckten EPO-Doping auch über die Grenzen des psychisch Erträglichen gemobbt wurde.

Für jemanden wie mich, die schon nach einigen Runden Fangenspielen mit der Tochter die Beine hochlegen muss (ja, ich bin nicht mehr so gut in Form…), ist die Vorstellung, einen Ironman auch nur anzutreten, schon mit Herzrasen und Brechreiz verbunden. Eine mit Anstand überwundene Dopinggeschichte und ein bravouröses Comeback mit 39 (3 Jahre älter als ich jetzt!) machen Nina Kraft zu einer Vorzeige-Sportlerin. Warum eigentlich IronMAN?

16. Juli 2012

KW 29/2012: Lillian Ellison, „The Fabulous Moolah“, 22. Juli 1923

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Lillian Ellison gewann die National Wrestling Association’s World Women’s Championship und erhielt daraufhin für ihre weitere Promotion den Namen „The Fabulous Moolah“. Als diese hielt sie den Championessetitel – mit kurzen Unterbrechungen – für 24 Jahre; außerdem trug sie unter anderem mit einem Besuch in der Mike Douglas Show, in der sie den Footballer Roosevelt „Rosey“ Grier über die Schulter warf, dazu bei, dass das Frauenwrestling-Verbot im Staate New York aufgehoben wurde.

Eigentlich fällt mir zu Lillian Ellison nicht viel weiteres ein, ich finde einfach nur gut, dass sie offenbar eine Frau von Format war, die sich weigerte, sexuelle Beziehungen einzugehen, um ihre Karriere zu fördern, und die mit einem Mexikaner zusammenarbeitete, den sie als Teil der Ringroutine in aller Öffentlichkeit küsste, was anscheinend Anlass für Kontroversen war.

Generell freue ich mich, wenn ich eine große Diversität an interessanten Frauen auch meinem blog anbieten kann, und eine Wrestlerin hatte ich noch nicht. Ich war überhaupt angetan, dass es eine solche weibliche Wrestling-Kultur gibt!

Sie hat natürlich einen Eintrag auf der Website der World Wrestling Entertainment Inc. und auch eine deutsche Wrestling-Website widmet ihr ein Profil. Die New York Times hat einen Nachruf auf sie geschrieben.

28. März 2012

prinz in weiß

wer seine aktive-fußballerinnen-karriere mit dem eindruck beendet, ohne erst auf den absteigenden ast zu kommen, hat schon mal viel richtig gemacht. damit gratulation zum neuen lebensabschnitt, birgit prinz!