Posts tagged ‘ausblick’

28. Dezember 2015

KW 53/2015: Rückblick/Ausblick zwischen den Jahren

Für die 53. Woche nehme ich mir mal die Zeit für einen Rückblick-Ausblick. 2015 war blogtechnisch gesehen nicht üppig (für lange Texte fehlte mir Muße), aber unter den gegebenen Umständen bin ich zufrieden, dass ich geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte.

2016 soll, nein, muss in vielerlei Hinsicht besser werden – wobei ich das Glück, viel Zeit mit den Kindern verbringen zu können, zu schätzen weiß. Wenn aber die Perspektive nicht gesichert ist, hangelt man sich doch nur von gutem Augenblick zu gutem Augenblick, der Sumpf von Zukunftsangst und Selbstwertverlust brodelt darunter und bietet keinen festen Halt, wenn man mal zu kurz greift.

Jedoch, es muss ja weitergehen, und da retten Kinder den Eltern schon mal das Leben. Vielleicht bewegt sich richtig was, vielleicht macht man mal was ganz Neues, Gewagtes.

Zurück zum Blog, hatte ich zuletzt die Idee, mich auf Frauen vor dem 19. Jahrhundert zu konzentrieren. Das setzt der Recherche klare Grenzen und führt mich dennoch in Bereiche, an die ich mich sonst nicht wage. Wie es aussieht, steht das kommende Jahr unter diesem Zeichen – ich nehme das als Chance wahr, wie es so schön in Bewerbungstexten heißt.

Abschließend sage ich natürlich noch Danke – für die Loyalität der Follower, für die Klicks und das Interesse der Leser im Allgemeinen. Ich freue mich auf die kommenden Erkenntnisse, Texte und hoffentlich noch mehr Leser und Follower. Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr.

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29. Dezember 2012

rückblick – ausblick

nach dem ersten jahr dieses blogs ist es gelegenheit, jahreszeitengemäß einmal zurückzublicken.

auf der positiven seite: ich habe im kalender das geschafft, was ich mir vorgenommen habe – jede woche habe ich die mir selbst auferlegte pflicht erfüllt (dass mir jetzt keiner unkt: „das ist ja wohl das mindeste!“). jetzt, wo sich eine gewisse routine eingestellt hat und ich die arbeit und mich realistisch einschätzen kann, nehme ich mir experimentierfreudig für’s nächste jahr mal ein grob umrissenes themengebiet vor: im nächsten jahr soll sich mein kalender mit „grenzgängerinnen“ befassen – ich lasse mir wie gehabt die freiheit, den begriff lose zu fassen, also die grenze wörtlich oder metaphorisch, als körperlich, geistig oder moralisch zu interpretieren.

auf der verbesserungsfähigen seite muss ich feststellen, dass ich lange nicht so oft und so ausführlich über frauenfiguren im film geschrieben habe, wie das eigentlich auch mal der plan war. um das zu ändern, tut die evaluierung not der gründe, die mich davon abgehalten haben. da ist zum einen klar eine gewisse behäbigkeit, mit der ich mich auf das bequem zu beackernde feld des kalenders beschränkt habe. dann auch die menge an filmen, die bei uns geschaut wird – nicht umsonst habe ich damals mein filmtagebuch aufgegeben, weil ich zwischen dem beständigen hinterherhinken und meinem zwanghaften vollständigkeitswillen zerrissen war. für dieses blog könnte und wollte ich eigentlich auch mal nur ein, zwei sätze über die frauenfiguren in gesehenen filmen hinwerfen… schlussendlich ist es wohl aber auch der mangel an immediateness, die zu bequemlichkeit und mangelndem ansporn führt. direkt nach sichtung eines films habe ich manchmal konsistente, manchmal auch zerfaserte gedanken zum gesehenen, aber dies erwächst oder verdichtet sich selten zu einem schreibwürdigen blogeintrag, vor allem, wenn ich erst am nächsten oder übernächsten tag am computer sitze.

ob sich dieses problem mit dem neuen smartphone beheben lässt? einfach mal über die app die gedanken notieren, vielleicht sogar als reine schnipsel direkt veröffentlichen? der spott meines mannes über das smartphone-gefummel ist mir sicher…  ist er mir allerdings sowieso. und dann ist das „schreiben“ auf einer „daumenfreundlichen“ tastatur nicht wirklich verlockend, das neudeutsche wort „texten“ trifft es da ja eher… aber einen versuch ist es wert. schließlich habe ich mir noch neulich ob nur halb gelungener herzhafter muffins selbst auf die schultern geklopft, dass ein scheitern immerhin einen ausgeführten versuch voraussetzt.