Posts tagged ‘editorial’

18. Oktober 2017

Liebster, die Zweite

Ich bin vor laaaaanger Zeit schon einmal nominiert worden für den Liebster Award. Jetzt hat es mich noch einmal erwischt – schon das zweite Stöckchen in dieser Woche! Volker hat mich netterweise nominiert und natürlich mache ich noch einmal mit!

Mein Lieblingsblog

Meinem Reader nach zu urteilen, ist das wohl Remember it for later, das Filmtagebuch meines Mannes. Nicht nur kann ich dort nachlesen, was er von den Filmen hält, die wir zusammen schauen – als Eltern kommt man ja nur sporadisch zu Gesprächen außerhalb von „Was gibt’s zum Abendessen?“ und „Ich habe den Windeleimer geleert, kannst du die Küche wischen?“ – ich lese auch gerne seine Texte zu Filmen, die ich gar nicht sehen möchte.

Fun Facts über mich

Zehn zufällige Fakten über mich:
• Ich weiß nicht, was für eine natürlich Haarfarbe ich inzwischen habe. Ich färbe mit Henna, seit ich 15 war; damals war ich relativ hellblond.
• Ich trage einen Fahrradhelm von Nutcase, weil ich im Falle eines Unfalls die größtmögliche Chance haben möchte, weiterhin mit dem Kopf arbeiten zu können.
• Die Dusche zu putzen macht mich aggressiv-depressiv. Ich muss zu viel Zeit aufwenden mit einem zu unbefriedigenden Ergebnis. Ich fange dann an, mich darüber zu ärgern, dass das etwas ist, was mich beschäftigt – statt meines Outfits für den nächsten TV-Auftritt.
• Anschließend daran vielleicht: Ja, ich habe eigentlich einen gewissen Ehrgeiz. Ich hatte schon immer den Wunsch, mehr Menschen zu erreichen aka ein größeres Publikum zu haben, und mehr Spuren in der Welt zu hinterlassen, als meine Gene und Moralvorstellungen an meine Kinder weiterzugeben. Ja, ich bin eine Rampensau.
• Mein schwarzer Hund heißt Anpassungsstörung. Ich bin in einer depressiven Phase zwar funktional, aber suizidale Gedanken sind leider regelmäßige Besucher in meinem Kopf. Erfolgserlebnisse – so banal wie verdientes Geld oder ein paar Stunden zielgerichteter Tätigkeit – können mir helfen, ich sollte mir auch viel mehr Zeit nehmen für Yoga und Meditation. Alas…
• Mein Alltag ist durchgetaktet. 6:30 aufstehen, 7:00 Frühstück, 8:15 Kind 1 zur Schule, 8:30 Kind 2 im Kindergarten, dann etwa 9:00-14:00, 15:00 arbeiten, danach ist mindestens ein Kind wieder um mich herum mit sozialen und pädagogischen Verpflichtungen, bis abends gegen 20:30, 21:00 noch mal Wäsche dran ist, 21:30 dann Couch und Film mit dem Ehemann.
• Ich spiele Candy Crush zum Einschlafen.
• Ich liebe Lakritz, fast so sehr wie Schokolade.
• Ich habe Hans Bemmanns „Stein und Flöte“ inzwischen fünf oder sechs Mal gelesen bzw. zuletzt als Hörbuch verzuzelt. Die Perspektive und Weisheit haut mich jedesmal um, jedes Mal habe ich darin Rat und Hilfe für meine derzeitige Lage gefunden.
• Mein nächtliches Sodbrennen ist nach der Geburt meines zweiten Kindes fast vollständig verschwunden. Möglicherweise ist sich mein Magen in der Schwangerschaft so sehr selbst auf den Keks gegangen, dass er sich jetzt einfach nicht mehr so aufregen mag. Oder ich bin einfach komplett vernarbt und taub.

Fragen beantworten

  1. Welches Land würdest Du gerne einmal bereisen?
    Japan.
  2. Warum trägst Du die Kleidung, die du trägst?
    Weil sie möglichst bequem ist und gleichzeitig meine Persönlichkeit zum Ausdruck bringt.
  3. Nachteule oder Frühaufstehen?
    Nachteule. Selbst mit dem ständigen Frühaufstehen mit Kindern schaffe ich es nicht vor 23:30 ins Bett.
  4. Wo siehst Du Autos in 30 Jahren?
    Vollkommen auf alternative Brennstoffe/Elektrizität umgestellt, voll automatisiert, und hoffentlich quantitativ auf die Hälfte reduziert.
  5. Brauchen wir Raumfahrt oder nicht?
    Schwierige Frage – ich finde z. B. Tanztheater ganz schlimm, aber manche Menschen brauchen es als ihre Form der Kultur. Ich kann der Meinung, wir sollten doch erstmal unsere Probleme hier am Boden lösen, durchaus Verständnis entgegenbringen – gleichzeitig ist die Forschung für die Raumfahrt auch eine Forschung für die Menschen, für bessere Technologien etc. Außerdem ist es schon einfach eine zutiefst menschliche Frage, was denn wohl da draußen los ist.
  6. Welche Puddingsorte wählst Du?
    Schokolade.
  7. Kirk, Picard, Sisko, Archer, Janeway oder Lorca?
    Picard.
  8. Wenn Du mit einer gelehrten Person der menschlichen Geschichte einen gemütlichen Nachmittag mit einer Unterhaltung verbringen könntest, wer wäre das?
    Irgendeine von den Damen, die ich in meinem Blog vorgestellt habe. Sibylle Merian z.B. oder Laura Bassi.
  9. Welches Naturphänomen begeistert Dich am meisten?
    ??? Dass Kinder laufen und sprechen lernen?
  10. Was ist der ausgefallenste Ort an dem Du schon einmal gewesen bist?
    Im ecudorianischen Urwald.
  11. Was rätst Du anderen Bloggern?
    Wenn ihr schreibt, weil es euch eine innere Notwendigkeit ist, dann folgt einfach eurem Bauch. Wenn ihr mehr wollt, dann feilt an euren Texten und beschäftigt euch mit SEO.

Meine Fragen an die Nominierten

  1. Welches ist dein liebster eigener Blog-Artikel?
  2. Wenn du nicht dieses Blog führen würdest – welches andere Thema würde dich so sehr interessieren, dass du darüber bloggen könntest?
  3. Unliebsame Kommentare – löschen, unkommentiert veröffentlichen, reagieren?
  4. Welche Bilder hängen in deinem Zuhause?
  5. Auf dem Klo lesen? Wenn ja, was?
  6. Schreibst du noch von Hand – und was?
  7. Was darf nie in deinem Kühlschrank fehlen?
  8. Welche Tradition findest du obsolet?
  9. Wofür hättest du gerne mehr Zeit?
  10. Die Zeit naht – Weihnachtsbaum schon zum 1. Advent oder erst am Heiligen Abend?
  11. Was ist in diesem Jahr passiert, womit du am 1. Januar 2017 niemals gerechnet hättest – eher persönlich als in der Weltgeschichte?

Die Nominierten

Nun habe ich gerade auch den Mystery Blogger Award mitgemacht. Jetzt muss ich kreativ werden…

Die Filme, die ich rief

Hypnosemaschinen

Immer abgelenkt

Spreemieze

Funxton

Dr. Who

Freue mich, wenn ihr mitmacht. Wenn nicht, auch okay. 🙂

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17. Oktober 2017

Mystery Blogger Award

Ela von 365 Tage im Leben hat mir was man wohl ein Stöckchen nennt zugeworfen – ein Rundbrief, mit dem sich Blogger vorstellen, verlinken und Aufmerksamkeit generieren für ihr eigenes Blog und das anderer. Posts außerhalb des Kalenders sind bei mir ja leider rar geworden, daher nutze ich diese Gelegenheit tatsächlich mal wieder! Vielen Dank dafür, Ela!

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About The Mystery Blogger Award/ Über den Mystery Award

This is an award for amazing bloggers with ingenious posts. Their blog not only captivates, it inspires and motivates. They are one of the best out there, and they deserve every recognition they get. This award is also for bloggers who find fun and inspiration in blogging and they do it with so much love and passion.

Dies ist eine Auszeichnung für erstaunliche Blogger mit genialen Beiträgen. Ihr Blog fasziniert nicht nur, er inspiriert und motiviert. Sie sind einer der besten da draußen, und sie verdienen jede Anerkennung, die sie bekommen. Diese Auszeichnung ist auch für Blogger, die Spaß und Inspiration im Bloggen finden und sie tun es mit so viel Liebe und Leidenschaft.

Okoto Enigma is the creator of the award. To motivate the Blogger please do visit her blog.

The Rules of the Award

  • Put the award logo/image on your blog.
    Stelle das Logo in dein Blog.
  • List the rules.
    Liste die Regeln auf.
  • Thank whoever nominated you and provide a link to their blog.
    Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.
  • Mention the creator of the award and provide a link as well.
    Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei.
  • Tell your readers 3 things about yourself.
    Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.
  • You have to nominate 10 – 20 people.
    Nominiere 10 bis 20 Personen.
  • Notify your nominees by commenting on their blog.
    Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.
  • Ask your nominees any 5 questions of your choice; with one weird or funny question (specify)
    Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.
  • Share a link to your best post(s).
    Teile einen Link zu deinen besten Posts.

Three Things About Myself:

• Ich trinke morgens und nachmittags Kaffee, am liebsten schwarz oder als Latte Macchiato (dann auch gerne mit Schokosirup), Tees (möglichst interessante, belebende, positiv stimmende Kräutertee-Geschmacksrichtungen wie Schoko Chai, Lakritztee von Cupper etc.) und abends einen aus losen Blättern aufgebrühten schwarzen Tee – wenig Tee, 5 Minuten gezogen, aus der Glaskanne vom Stövchen. Das hilft mir mit meinem niedrigen Blutdruck beim Runterkommen und Einschlafen. Und jetzt wisst ihr sogar schon zwei Sachen von mir.

• Ich habe Neue deutsche Literatur und Medienwissenschaft und Anglistik an der Philipps-Universität Marburg studiert und nach dem Studium eigentlich gehofft, Romane zu schreiben. Leider kam mir die Notwendigkeit, Geld verdienen zu müssen, dazwischen… dann die erschöpfende Arbeit in der Werbung… dann die Kinder…

• Ich trage so gut wie nie Make-up, weil es mich in meiner Körperwahrnehmung stört, aber fühle mich nackt, wenn ich keinen Schmuck trage – und wenn ich richtig außer Haus bin, gehört ein nach Farbe abgestimmtes Parfum auch mit zum Outfit.

Fünf Fragen von 365 Tage und meine Antworten:

  • Welcher große Traum ist in deinem Leben noch offen?
    • Einen Roman zu schreiben. Die German Gothic Pulp-Novelle, die ich mit Mitte 20 angefangen habe, liegt immer noch rum, nur weiß ich nicht, ob ich nicht inzwischen zu alt dafür bin.
  • Gibt es einen (lebenden oder verstorbenen) Menschen, den du aus tiefster Seele bewunderst oder gar verehrst?
    • Viele! Von meinem Vater abgesehen, gehören dazu Astrid Lindgren und Hans Bemmann, und natürlich jede Menge der Frauen, die ich in meinem Blog vorstelle.
  • Bei welchem Buch hast du dich zuletzt ganz schrecklich gelangweilt?
    • Ich habe schon seit ewigen Zeiten kein Buch mehr gelesen; der letzte Versuch, als mein Jüngster noch gestillt wurde, war Walter Moers‘ Das Labyrinth der Träumenden Bücher. Ich kam damit nicht recht voran, weiß aber nicht, ob das an meiner Situation oder an dem Buch lag – jedenfalls spürte ich beim Lesen eine gewisse Ungeduld, doch nun mal endlich zu Potte zu kommen, und das Lesezeichen ist immer noch drin.
  • Hast du eine Lieblingsserie und falls ja, welche und warum?
    • Wenn man von Star Trek TNG absieht (meine erste „Muss jede Folge sehen“-Serie) müsste ich wohl C.S.I. Las Vegas nennen – habe ich damals 2000 immer Mittwoch abends bei VOX geschaut und arbeite heute noch daran, mich durch die letzten 5-6 Staffeln durchzukucken. Wobei mir Grissom fehlt.
  • Wenn weder Geld noch Zeit ein Problem wären, welche Reise würdest du dann gerne unternehmen?
    • Nach Hawaii. Wobei es so viele Orte auf der Welt gibt, die sehenswert wären, die ich alle nie sehen werde, dass ich mich selten mit dieser Überlegung aufhalte. Ich könnte mir auch vorstellen, meine ganzen Internet-Freundinnen von den Punky Moms in UK und US zu besuchen…

 Meine Fragen an die Nominierten:

• Wie gehst du vor, wenn du einen Blogpost schreiben willst – wie findest du das Thema, wie bringst du dich in die richtige Verfassung, wo schreibst du am besten etc.?

• Was tust du zur Selbstpflege (mental, nicht hygienisch! :D)?

• Welches Lebensmittel oder Getränk liebst du, das andere hassen oder von dem du weißt, dass du es nicht lieben solltest?

• Welchen Film hast du zuletzt gesehen?

• Ananas auf Pizza – ja oder nein?

Dies sind meine nominierten Blogs:

Auf Zehenspitzen

Die Springerin

500 Wörter die Woche

Volkers Raumfahrt

NotJanina

Ich bin leider chronisch miserabel im Blog-von-anderen lesen – nicht, weil sie mich nicht interessieren würden, sondern weil ich zwischen dem Anspruch an mich selbst, „freie“ Zeit möglichst effizient zu nutzen, und dem faktischen Zeitmangel mit beruflichen Zielen, Familie und Schlafbedürfnis einfach nicht mehr so viel zum Lesen komme wie ich mir das wünschen würde. An alle Blogger, die mich schon mal auf ihrem Blog gesehen haben, und auch die, die mich noch nie bei sich gesehen haben: ich finde es super, dass ihr schreibt. Ich würde euch gerne besser kennen und besser netzwerken.

Mein best-besuchter Blog-Artikel ist lustigerweise der zu Marie Marcks. Da müssen einfach die richtigen Keywords zusammengefunden haben, es ist nämlich mit Sicherheit nicht mein bester Artikel.

 

 

17. Juli 2017

sommerpause • summer break

English below

das ist das erste mal, dass ich das tue, aber die umstände verlangen es. für die nächsten vier wochen wird es keine frau der woche geben; ich hoffe, gelegentliche postings zu anderen kategorien spontan unterzubringen.

die umstände verlangen leider auch, dass ich über die frequenz und/oder die menge der arbeit, die ich in dieses blog stecke, nachdenke. mein wunsch wäre es durchaus, den wochen-rhythmus beizubehalten und jede woche die zwei stunden, plus minus, zu investieren. tatsächlich sieht es jedoch so aus, als müsste ich auf mindestens alle zwei wochen, eventuell sogar nur monatlich reduzieren – und meine recherche zur auswahl drastisch herunterfahren. per zufallstreffer oder nach publikumswünschen statt nach persönlicher sympathie/persönlichem interesse.

ich bin darüber nicht glücklich, aber meine beruflichen pläne sowie meine grundsätzliche disposition machen es nötig, prioritäten zu setzen. nach möglichkeit soll das nur eine temporäre lösung sein; wir werden sehen, was das kommende jahr bringt.

ausdrücke des bedauerns und anfeuernde zurufe sind ausdrücklich willkommen.

*

this is the first time for me to do this, but the circumstances require it. there will be no woman of the week for the following four weeks; i’m hoping to be able to squeeze in the odd post for other categories spontaneously.

the circumstances also require me to reassess the frequency and/or the amount of work i put into this blog. i surely wish i could stay on the weekly schedule and invest the two hours, more or less, every week. in actuality it appears though that i will have to reduce the postings to once every two weeks, maybe even once a month only – and to dial down the research for my choice drastically. to go for random hits or follow requests from the audience instead of personal sympathy/interest.

i’m not happy about this, but my professional plans in combination with my basic disposition necessitate a settong of priorities. if possible, this is only a temporary solution; we will see what the following year will bring.

expressions of sadness and cheering are encouraged.

31. Dezember 2016

going out on a limp – editorial – rückblick-ausblick 2016/2017

in the light of my life’s events in the past year, i have been considering adding English content for a while now. this blog is close to my heart and not only because it has kept me relatively sane in the last five years. the topic is also still valid – we still need female role models, we still need to see more women doing and succeeding in what they want to do, love to do or are compelled to do, and more so outside of the traditional western gender role (i am speaking about the serial killers as well).

English, as much as i might have mastered it, is not my native language. for a long time i felt it was preposterous or pretentious to blog in English, and worse: i felt it was fishing. but this last year i have made more English speaking friends than ever before, specifically: more English speaking female friends, who may be interested in sharing my little passion, who may find it amusing to be informed of the women i find and present. 

also, i have come into a position – by circumstances that are heavily influenced by me being a woman and mother – where greater success of my blog could mean more success in life. the financial part i won’t even dream about, but visibility nowadays is money, so to speak. my numbers aren’t exactly smashing (the patriarchy); this is of course mainly because of bad promotion work on my part, but since this is still as of now my „private entertainment“, i’m allowing myself the easy way to tap into new audiences.

the facts about the calendar: since i worked my way through all the years before 1800 in 2016, i will stick to the chronology for now and look at women in the 1800s up until 1900. the gist of the calendar is one woman per week, determined by her birthday within that week. i choose solely by sympathy and personal tendency. the posts may vary in length, though it’s safe to say that i will have to reduce my output in German to manage both English and German.

stay tuned for the odd movie review or other related posts.

the English part will follow the German part and is easily recognisable by the teal colour. i ask to be excused for spelling and grammar mistakes (correct me anytime though).

für meine deutschen leserinnen. ich gehe nun ins fünfte jahr, und das blog ist inzwischen fester bestandteil meines lebens, maßgeblicher beitrag zu meinem selbstverständnis und retter meiner geistigen gesundheit. das schlägt sich, auch dank geringer promotionstätigkeit meinerseits, nicht sehr in meinen zahlen nieder; aber das ist kalte theorie und marktwirtschaft.

im vergangenen jahr habe ich durch die sozialen medien (was soll der heiße brei: facebook) einige neue, englischsprachige weibliche freunde und bekannte gefunden, die ich gerne an meiner kleinen leidenschaft teilhaben lassen möchte. dass sich dadurch eventuell meine zahlen verbessern, geschenkt.

es wird mit dem kalender, chronologisch naheliegend, dieses jahr ins 19. jahrhundert gehen. die texte werden mit großer wahrscheinlichkeit eher kürzer werden, da ich durch die zweitsprache doppelt soviel schreibarbeit leisten muss (auf google translate ist einfach noch nicht genug verlass). es bleibt beim deutschen text in der basistextfarbe an oberster stelle, der englische teil folgt in dunkeltürkis („teal“) weiter unten.

das leben hat mir in den letzten drei, dreieinhalb jahren ein paar zitronen gereicht. manchmal war es wirklich, wirklich schwer, damit umzugehen. dieses blog hat mir dabei mindestens so sehr geholfen wie meine familie und zuletzt meine punky moms. aber schlußendlich ist das, was bleibt, was uns stark macht und etwas zurücklässt, wenn wir nicht mehr sind: aufstehen, weitermachen. ich bin auf einen punkt zurückgeworfen, an dem das, was sonst risiko gewesen wäre, sich als die größere chance auf erfolg darstellt. gewissermaßen bin ich auf den pott gesetzt und kann jetzt machen…

das bild ist nicht so schön wie das von den zitronen, mit denen man limonade machen soll, also vergesst es besser schnell wieder. alles macht weiter, ich auch.

28. Dezember 2015

KW 53/2015: Rückblick/Ausblick zwischen den Jahren

Für die 53. Woche nehme ich mir mal die Zeit für einen Rückblick-Ausblick. 2015 war blogtechnisch gesehen nicht üppig (für lange Texte fehlte mir Muße), aber unter den gegebenen Umständen bin ich zufrieden, dass ich geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte.

2016 soll, nein, muss in vielerlei Hinsicht besser werden – wobei ich das Glück, viel Zeit mit den Kindern verbringen zu können, zu schätzen weiß. Wenn aber die Perspektive nicht gesichert ist, hangelt man sich doch nur von gutem Augenblick zu gutem Augenblick, der Sumpf von Zukunftsangst und Selbstwertverlust brodelt darunter und bietet keinen festen Halt, wenn man mal zu kurz greift.

Jedoch, es muss ja weitergehen, und da retten Kinder den Eltern schon mal das Leben. Vielleicht bewegt sich richtig was, vielleicht macht man mal was ganz Neues, Gewagtes.

Zurück zum Blog, hatte ich zuletzt die Idee, mich auf Frauen vor dem 19. Jahrhundert zu konzentrieren. Das setzt der Recherche klare Grenzen und führt mich dennoch in Bereiche, an die ich mich sonst nicht wage. Wie es aussieht, steht das kommende Jahr unter diesem Zeichen – ich nehme das als Chance wahr, wie es so schön in Bewerbungstexten heißt.

Abschließend sage ich natürlich noch Danke – für die Loyalität der Follower, für die Klicks und das Interesse der Leser im Allgemeinen. Ich freue mich auf die kommenden Erkenntnisse, Texte und hoffentlich noch mehr Leser und Follower. Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr.

27. Mai 2015

ankündigung für rest 2015

das leben geht merkwürdige, manchmal ärgerliche wege… seit gestern bin ich offiziell nicht mehr in elternzeit, jedoch auch nicht an meinem arbeitsplatz, aus gründen und unter umständen, die ich weder erörtern sollte noch möchte.

in jedem fall geht es hier ab nächster woche wieder los mit dem kalender, in der hoffnung, dass sich in der zweiten hälfte dieses jahres keine weiteren änderungen einstellen, die mir eine weiterführung unmöglich machen.

die kriterien für die frau der woche für den rest dieses jahres nenne ich mal geplanten zufall. ich wähle für die erste woche eine frau aus, die am montag geburtstag hat, für die zweite eine, die am dienstag geburtstag hat, für die dritte am mittwoch etc., you get the gist. das erleichtert mir das leben, da es recherchezeit und qual der wahl reduziert.

an alles weitere gewöhnt man sich stück für stück, wie pepe le moko es damals zu einer wesentlich schlimmeren sachlage ausdrückte. -__-

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28. Juni 2014

natur vs. kultur

entgegen meinen besten absichten habe ich dieses blog jetzt in den ersten vier wochen der neuen mutterschaft doch gänzlich vernachlässigt, und im moment bin ich noch nicht sicher, wann ich zu einer regelmäßigen form zurückkehren kann… ich tippe dies mit einer hand in mein macbook, während der gnom auf meinem schoß liegt und, von den unruhezuständen des zweiten entwicklungsschubs getrieben, an mir nuckelt. die wohnung ist inzwischen in einem solchen zustand, dass ich mich den hygenischen notständen als erstes widmen muss, sobald a) die schwierige phase vorüber und b) der „urlaub“ aka gemeinsame elternzeit mit meinem mann zu ende ist, ich also selbstverantwortlich in eine produktive tagesstruktur finden muss.

dies soll nicht zu einem mama-blog werden – nur um ein bild der derzeitigen lage zu schaffen. aus dem nähkästchen geplaudert, gestehe ich, dass es mir sogar gefällt, wie dieses kleine, völlig von trieben gesteuerte wesen die führung in die kleinen händchen nimmt. es ist ein wonnevoller verrat meines körpers an meinem verstand, wenn ich mit dem wunsch einer ausführlichen körperpflege im bad verschwinde, aber sobald ich das kind weinen höre meine hormone an meiner ratio vorbei prioritäten setzen und die milch aus mir heraustropft mit dem klaren befehl der natur, erst mein kind zu füttern, bevor ich mich mit lotion einschmieren darf. ich genieße es, noch einmal in meinem leben völlig meinen instinkten folgen zu dürfen – ein drittes kind soll es nicht geben und die welt da draußen (ebenso die erziehung eines bewusst gewordenen menschen ab dem ersten lebensjahr) verlangt beständig nach vernunft und überlegung… nur jetzt darf ich noch mal nur muttertier sein.

als „hoffnungsschimmer“ für die zukunft dieses blogs ist anzumerken, dass dieses zweite kind von einigen reifungsprozessen meinerseits seit dem ersten kind profitiert und sich entspannter zeigt als das erste. außerdem ist schon die betreuung beim tagesvater für den beginn des nächsten jahres geplant, zumindest für ein paar stunden die woche, sodass spätestens dann wieder regelmäßig zeit zum recherchieren und bloggen frei werden sollte. (ich hoffe allerdings, schon früher eine diszipin in mir zu finden, dass wenigstens sporadische kalender-einträge stattfinden!)

ich danke jedenfalls weiterhin für die aufmerksamkeit und treue und verspreche, dass dies nur eine unterbrechung ist, die so kurz wie möglich bleiben soll.

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18. November 2013

krankschreibung

in einem gut organisierten blog-haushalt sollte das natürlich eigentlich nicht vorkommen, und ich schwöre, ich habe schon kandidatinnen für die frau der woche gesichtet. leider haben es verschiedene umstände verhindert, dass ich ordentlich vorarbeiten konnte… und so stehe ich jetzt diese woche da und habe leider keinen beitrag für euch.
mit reizhusten, verschleimten nebenhöhlen und – aufgrund der umstände – keinerlei gestatteter medikation muss ich diese und wahrscheinlich nächste woche aussetzen.

mit besten absichten für den rest des jahres gelobe ich besserung. Vor allem meines gesundheitszustands.

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29. Dezember 2012

rückblick – ausblick

nach dem ersten jahr dieses blogs ist es gelegenheit, jahreszeitengemäß einmal zurückzublicken.

auf der positiven seite: ich habe im kalender das geschafft, was ich mir vorgenommen habe – jede woche habe ich die mir selbst auferlegte pflicht erfüllt (dass mir jetzt keiner unkt: „das ist ja wohl das mindeste!“). jetzt, wo sich eine gewisse routine eingestellt hat und ich die arbeit und mich realistisch einschätzen kann, nehme ich mir experimentierfreudig für’s nächste jahr mal ein grob umrissenes themengebiet vor: im nächsten jahr soll sich mein kalender mit „grenzgängerinnen“ befassen – ich lasse mir wie gehabt die freiheit, den begriff lose zu fassen, also die grenze wörtlich oder metaphorisch, als körperlich, geistig oder moralisch zu interpretieren.

auf der verbesserungsfähigen seite muss ich feststellen, dass ich lange nicht so oft und so ausführlich über frauenfiguren im film geschrieben habe, wie das eigentlich auch mal der plan war. um das zu ändern, tut die evaluierung not der gründe, die mich davon abgehalten haben. da ist zum einen klar eine gewisse behäbigkeit, mit der ich mich auf das bequem zu beackernde feld des kalenders beschränkt habe. dann auch die menge an filmen, die bei uns geschaut wird – nicht umsonst habe ich damals mein filmtagebuch aufgegeben, weil ich zwischen dem beständigen hinterherhinken und meinem zwanghaften vollständigkeitswillen zerrissen war. für dieses blog könnte und wollte ich eigentlich auch mal nur ein, zwei sätze über die frauenfiguren in gesehenen filmen hinwerfen… schlussendlich ist es wohl aber auch der mangel an immediateness, die zu bequemlichkeit und mangelndem ansporn führt. direkt nach sichtung eines films habe ich manchmal konsistente, manchmal auch zerfaserte gedanken zum gesehenen, aber dies erwächst oder verdichtet sich selten zu einem schreibwürdigen blogeintrag, vor allem, wenn ich erst am nächsten oder übernächsten tag am computer sitze.

ob sich dieses problem mit dem neuen smartphone beheben lässt? einfach mal über die app die gedanken notieren, vielleicht sogar als reine schnipsel direkt veröffentlichen? der spott meines mannes über das smartphone-gefummel ist mir sicher…  ist er mir allerdings sowieso. und dann ist das „schreiben“ auf einer „daumenfreundlichen“ tastatur nicht wirklich verlockend, das neudeutsche wort „texten“ trifft es da ja eher… aber einen versuch ist es wert. schließlich habe ich mir noch neulich ob nur halb gelungener herzhafter muffins selbst auf die schultern geklopft, dass ein scheitern immerhin einen ausgeführten versuch voraussetzt.

11. Dezember 2011

Der Kalender

Unter der Kategorie Kalender werde ich jede Woche – so zumindest der Plan – einen Artikel posten über eine Frau in der Geschichte, die in dieser Woche geboren wurde. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies nicht immer eine Frau sein kann, die „man“ kennt. Vielleicht ist es sogar gerade diese Frau nicht, über die ich schreibe, weil mich eine andere mehr interessiert und fasziniert.

Ich wähle die „Frau der Woche“ nach ureigenen, völlig zufälligen und willkürlichen Regeln aus. Die Auswahl ist größer, als man meinen könnte – basierend auf der „Geboren am“-Liste auf Wikipedia finden sich jeden Tag reichlich Frauen, die in einem eigenen Artikel erwähnt sind; ob es politisch, künstlerisch, religiös, positiv oder negativ erwähnenswerte Frauen sind, spielt für mich keine Rolle. Umso mehr interessieren mich die Assoziationen und weiterführenden Gedanken und Informationen, die in ihrer Geschichte stecken.

Eine ausführlich Wiederholung des Lebenslaufs will ich mir sparen – dafür verlinke ich zu den Seiten, die sich damit auskennen. Stattdessen konzentriere ich mich auf die bequem abzuhakenden Punkte:

1) Was war ihre Sternstunde?

2) Wo führt das hin?

3) Warum interessiert sie mich?

4) Wo kann man mehr lesen?

Ich behalte mir selbstverständlich vor, Punkte leer zu lassen, abzuschweifen, neue hinzu zu dichten und überhaupt Schindluder mit meiner eigenen Vorgabe zu treiben. Oh künstlerische Freiheit.

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