Posts tagged ‘fotografie’

17. April 2017

16/2017: Laura Gilpin, 22.4.1891

Laura Gilpin

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Eine Fotografin, deren bevorzugtes Bildmotiv Personen und Kultur der amerikanischen Ureinwohner war, speziell der Navajo.

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A photographer whose preferred motif was persons and culture of Native Americans, specifically Navajo.

 

 

3. Juli 2015

die andere seite der waage 

frauenfiguren des bösen.

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11. März 2013

KW 11/2013: Diane Arbus, 14. März 1923

Diane Arbus

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Diane Arbus interessierte sich bei ihren Motiven für die Randexistenzen, die Exzentriker – und inszenierte auch die, die nicht dazu gehörten, auf die gleiche Weise: als merkwürdig normal in ihrer individuell gestalteten Abartigkeit. So wirkt die ganze Welt in Arbus‘ Bildern wie das, was am treffendsten mit dem amerikanischen Carneval beschrieben ist – eine Mischung aus unserem deutschen Zirkus und Kirmes, ein reisendes Sammelsurium an Außenseitern, Rastlosen und Andersartigen.

Das macht sie in meinen Augen nicht weniger schön – zu ihren Bildern höre ich einen Soundtrack aus Tom Waits und Nick Cave, da weht ein kühler Wind von Einsamkeit, die auch Freiheit bedeutet, eine Lossagung vom comme-il-faut.

Ein virtuelles Album einiger ihrer Bilder kann man auf diane-arbus-photography.com durchblättern. Einen Artikel zu einer Ausstellung vergangenen Sommer, gespickt mit ein paar Details und schönen Zitaten, kann man auf Zeit Online lesen.

19. November 2012

KW 47/2012: Germain Krull & Alice Aycock, 20. November 1897/1946

Diese Woche gibt es eine kühne Kombi der Kunst. Aus dem einfachen Grunde, dass die eine, Germaine Krull, erst 1985 in einer der nächstgrößeren Städte meines Heimatortes verstorben ist und eine Fotoserie „Métal“ gemacht hat und die andere, Alice Aycock, wunderbar weibliche Skulpturen aus Metall macht.

Germain Krull, 20. November 1897

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auch bei fembio

Alice Aycock, 20. November 1946

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Website der Künstlerin

10. September 2012

KW 37/2012: Sandy Skoglund, 11. September 1946

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Wie sehr ich mich gefreut habe, bei meiner Recherche auf diese Künstlerin gestoßen zu sein! Nicht nur, weil mir ihre Kunst gefällt – und zwar fast alles von den frühen bis zu den neueren Werken – sondern auch, weil es ein Bild gibt von einer ihrer Installationen, mit dem meine eigene private kleine Kreativität ihren Anfang nahm: Revenge of the Goldfish.

Dieses Bild von ihr/ihrer Installation muss einmal in einem ZeitMagazin veröffentlicht worden sein und es hat mich damals mit der Komposition und seinen Farben so sehr angesprochen, dass ich es ausschneiden und aufheben musste. Und damit kam die Frage: Was tun mit diesem kleinen Bildausschnitt? Klar, an die Wand hängen, aber das war mir irgendwie nicht genug – dieses Bild schrie nach Verwendung. Und wenn dieses Bild so aufgehoben werden musste, warum dann nicht auch die vielen anderen schönen Bilder aus dem ZeitMagazin ausschneiden? Gleichzeitig fielen meine Agendas (aka Schülerkalender) gegen Ende des Schuljahres immer auseinander ob der eingeklebten Erinnerungen. So war meine Sucht geboren, jedes Jahr mein neues Agenda in selbstgestaltete Umschläge zu verpacken. (Wer sich die letzten paar mal anschauen will, kann das in meinem Flickr-Set silly stuff tun…)

Sandy Skoglund ist (immer) noch aktiv und hat eine umfassende Website mit einer anschaulichen Dokumentation ihres aktuellen Projektes „Winter“. Außerdem ein ausführliches Archiv, von dem ich besonders die Bilder von 1978 empfohlen haben möchte. Die machen mich völlig kirre.

30. Juli 2012

KW 31/2012: Gerda Taro, 1. August 1910

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Mal wieder eine Fotografin… Dieses Mal aber nicht nur wegen des schnellen Artikels mit wenig Text, sondern weil sie mich an eine der wenigen Lektüren in meinem Studium erinnert, bei der ich wirklich ein „Schuppen von den Augen“-Gefühl hatte, was politische Geschichte angeht. Aber dazu gleich.

Gerda Taro war eine Fotografin, die sich vor allem durch ihre Bildzeugnisse aus dem Spanischen Bürgerkrieg einen Namen machte und die erste (?) Kriegsreporterin, die diesem Konflikt im weiteren Sinn zum Opfer fiel (sie wurde in einem Unfall eines Krankentransportes mit einem Panzer tödlich verletzt).

Sie hat dieses eine Foto geschossen, dass (nicht nur) ich ganz besonders toll finde – ohne mich dabei für bewaffnete Konflikte aussprechen zu wollen (schon aber pro Revolution, wenn die Umstände es verlangen).

Vom Spanischen Bürgerkrieg habe ich mir erst so richtig ein Bild machen können, als ich George Orwells Homage to Catalonia (Mein Katalonien) gelesen habe. Mit Sicherheit nicht eines seiner literarisch besten Bücher, aber ein erschütternder Einblick in die zerrütteten Verhältnisse der Linken im damaligen Europa. Inklusive der Erkenntnis, dass es den Alliierten beim Krieg gegen Hitler nicht so sehr um seine Rassen- als vielmehr um die Expansionspolitik ging… das war mir bis zu dem Zeitpunkt nie so klar gewesen, dass da rein wirtschaftliche Interesse der Antrieb waren. Die im isolierten Spanien keine Rolle spielten, in dem doch auch massenweise Menschen aufgrund ihrer politischen Orientierung (oder auch ihrer Religion, von anderer Seite, dies soll nicht verschwiegen werden) umgebracht wurden. Dass der Faschist Franko noch jahrelang Kommunisten und Regimekritiker umbringen konnte, ohne dass ihm die Alliierten auch nur auf die Finger gehauen hätten, hing dann natürlich auch noch mit dem Kalten Krieg zusammen. George Orwells Desillusionierung im Spanischen Bürgerkrieg ist jedenfalls dann 1984 geschuldet. Wenige Bücher haben meine politische Meinungsbildung aber so sehr geprägt wie sein Erfahrungsbericht aus Katalonien.

Anlässlich Gerad Taros 100. Geburtstag gab es 2010 eine Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart, ein Text dazu ist noch immer bei fokussiert.com online. Eine Kurzbiografie gibt es auf der Website des International Center of Photography. Eine Erläuterung, warum Taro so lange unbekannt im Schatten ihres Kollegen und Geliebten Robert Capa blieb, bietet ein Artikel beim Telegraph. Und die Bildersuche nach Gerda Taro hat mich zu diesem ausgesprochen interessanten und differenzierten Artikel gebracht, der die Frage stellt, ob Männer und Frauen unterschiedliche Fotos machen… eine Frage, die mit vielerlei Argumenten unbeantwortet bleibt.

7. Mai 2012

bettina rheims genderstudies

aus gegebenem anlass – leider etwas spät: noch bis zum 17. Mai zeigt des NRW-Forum Düsseldorf die ausstellung „Bettina Rheims: Genderstudies“, fotoausstellung mit klanginstallation.

9. April 2012

KW 15/2012: Imogen Cunningham, 12. April 1883

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Imogen Cunningham Trust
Oral History Interview

12. März 2012

KW 11/2012: Alice Austen, 17. März 1866

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Alice Austens Karriere als eine der ersten amerikanischen Fotografinnen begann, als sie zehn Jahre alt war und ihr Onkel ihr einen Fotoapparat überließ. Da sie sich sowohl die Handhabung des Apparates wie die Entwicklung der Bilder in der Dunkelkammer wie auch die Wahl ihrer Motive selbst erarbeitete, war sie in der Fotografie eine self-made woman und als solche frei von künstlerischen und künstlichen Einflüssen, Erwartungen und Restriktionen.

Sie gehört zu den Pionieren der dokumentarischen Fotografie und in ihren Bildern, die nicht im Studio entstanden, sondern ihre Lebenswelt zum Inhalt hatten, ist diese Freiheit spürbar. Wenige Zeitdokumente der letzten Jahrhundertwende transportieren solche Unbekümmertheit und Natürlichkeit wie die Alice Austens.

Besonders die Fotos, die sie von sich und ihren Freundinnen machte, dem Darned Club, vermitteln ein Gefühl von Unbeschwertheit, vor allem aber unbeschwerter Emanzipation. Wenn die Frauen lachend in Männerkleidung und Männerhabitus posieren oder in Unterwäsche ganz selbstverständlich ihre Weiblichkeit zelebrieren, könnte man glauben, es gab keine schönere Zeit, eine emanzipierte Frau zu sein als das frühe 20. Jahrhundert: Bevor die Frauenbewegung sich in tausende Splittergruppen spaltete, die sich gegenseitig vorwerfen, die falschen Ziele zu haben und den Kampf für die Sache zu unterminieren.

Es gibt eine offizielle Alice Austen Website und einen ausführlichen und einsichtigen Artikel über sie auf femmes fatale. Hier aber noch ein paar Bilder von ihr:

Trude and I, masked, with short skirts

Julia Martin, Julia Bredt, and Austen as Men

Alice’s boyfriends

16. Januar 2012

KW 3/2012: 3 Fotografinnen

Diese Woche mache ich es mir einfach; aus reiner Praktikabilität, denn drei Fotografinnen haben diese Woche Geburtstag und ich brauche gerade mal einen weniger schreibintensiven Eintrag.

Annegret Soltau, 16. Januar 1946: Wiki deutsch

Auf ihrer Homepage gibt es noch mehr zu sehen.

Lucia Moholy, 18. Januar 1894: Wiki deutsch

Lucia Moholy auf der Archivseite bauhaus.de.

Cindy Sherman, 19. Januar 1954: Wiki deutsch Wiki englisch

Es gibt eine deutsche und eine englische „Hommage“-Webseite zu ihr, außerdem ist vielleicht noch interessant, wenn auch veraltet, die Seite des MoMA zu ihrer Untitled Film Stills Ausstellung (gesponsort von Madonna…).