Posts tagged ‘kunst’

16. Januar 2017

03/2017: zwei Künstlerinnen/two artists

Sophie Taeuber-Arp 19.1.1889 deutsch/english

Clarice Cliff 20.1.1899 english

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Sophie Taeuber-Arp

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Bühnenbild mit Marionetten, „König Hirsch“/setting for marionette play „King Stag“. Sophie Taeuber-Arp 1918

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Clarice Cliff

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Konisches Kaffeeservice/conical coffee ware. Clarice Cliff 1930

27. Juni 2016

KW 26/2016: Rose Bertin, 2. Juli 1747

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Rose Bertin

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Rose Bertin erlernte sehr früh das Handwerk der Modistin und ging als solche bereits mit 16 Jahren von Abbeville nach Paris, wo sie zunächst in einem Modegeschäft arbeitete. Mit 23 Jahren eröffnete sie ihr eigenes Geschäft „Au Grand Mogol“, mit dem sie bald beim Adel erfolgreich war und schließlich zur Modistin und Hutmacherin für Marie Antoinette wurde. Sie verdiente königliches Geld mit ihren Kreationen und verstand sich mehr als Künstlerin denn als Handwerkerin; die einfach Schneiderei war nicht ihr Metier, sie schuf die künstlerischen, pompösen Verzierungen und Aufbauten von Kleidern und Hüten. Zu ihrer erfolgreichsten Zeit nahm sie das Hundertfache des Tageslohnes eines gelernten Arbeiters mit einem ihrer Werke ein.

Die französische Revolution beendete auch ihren großen Erfolg, indem sie die meisten ihrer Kundinnen als Hinrichtungsopfer forderte, und sie sah sich durch das nahe, vertraute Verhältnis zum Adel selbst, nicht zu Unrecht, gefährdet. Rose Bertin gelang es, ihr Vermögen über die Dauer der Revolution zu bewahren und in England zu arbeiten; als sie jedoch nach Ende der Revolution ins Napoleonische Frankreich zurückkehrte, war ihre Rokoko-Kunst so gut wie überflüssig geworden – der schlichte, ungeschmückte Empire-Stil war nun maßgeblich. Sie übertrug zu Beginn des 19. Jahrhunderts ihr Geschäft auf ihren Neffen und verstarb 1813 in der Nähe von Paris.

*

Von 138 (Wikipedia) relevanten Persönlichkeiten vor dem 19. Jahrhundert sind diese 13 (inklusive Rose Bertin) Frauen:

29.6.1136 Petronella
2.7.1473 Marie von Baden
29.6.1475 Beatrice d’Este
29.6.1482 Maria von Spanien
2.7.1574 Dorothea Maria von Anhalt
3.7.1576 Anna Von Preußen
30.6.1604 Margarete Elisabeth von Leiningen-Westerburg
1.7.1627 Anna Maria von Mecklenburg
2.7.1630 Marie-Madeleine de Brinvilliers
3.7.1709 Wilhelmine von Preußen
29.6.1774 Amalie von Hessen-Homburg
28.6.1799 Amalie von Nürnberg

4. Januar 2016

KW 1/2016: Elisabetta Sirani, 8. Januar 1638

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Elisabetta Sirani

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Elisabetta Sirani war eine von den Damen, die sich vom Mangel an Möglichkeit nicht abschrecken ließen und einfach ihre eigene Möglichkeit schufen. Mit Talent und Selbstbewusstsein ausgestattet, arbeitete sie bereits 17jährig als professionelle Malerin – natürlich gingen alle ihre Einnahmen in die Familienkasse (sprich: in die Kasse des Vaters), statt wie die der anderen Mitarbeiter anteilig in ihre eigene Kasse. Um für sich selbst und ihre Mutter zu sorgen, malte und verkaufte sie unter der Hand weitere Bilder. Da sie als Frau nicht an einer regulären Kunstakademie studieren konnte, gründete sie kurzerhand eine eigene Kunstakademie, an der sie mindestens 14 andere Künstlerinnen unterrichtete und förderte. Mit 27 Jahren verstarb sie wahrscheinlich an den Folgen eines durchgebrochenen Magengeschwürs.

*

Um die Überschaubarkeit weiblicher Rollenvorbilder besonders in den Jahren vor dem 19. Jahrhundert zu demonstrieren, liste ich (versuche ich zu listen) in diesem Jahr alle Frauen der Woche vor 1800, denen einen Wikipedia-Artikel gewidmet ist. Von um die 230 relevanten Personen vor 1800 sind diese 15 (inklusive Elisabetta Sirani) Frauen:

6.1.1256 Gertrud von Helfta
6.1.1412 Jeanne d’Arc
10.1.1480 Margarete von Österreich
7.1.1528 Jeanne d’Albret
7.1.1591 Dorothea von Sachsen
9.1.1624 Meishō
6.1.1655 Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg
10.1.1748 Franziska von Hohenheim
7.1.1753 Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg
5.1.1762 Constanze Mozart
5.1.1763 Johanne Justine Renner
5.1.1780 Claire Élisabeth Jeanne Gravier de Vergennes
7.1.1796 Charlotte Augusta von Wales
10.1.1797 Annette von Droste-Hülshoff

14. Dezember 2015

KW 51/2015: Annemie Fontana, 14. Dezember 1925

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Annemie Fontana

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Weil ich gerade einen Run habe und man ja nicht weiß, was bis Jahresende noch dazwischenkommt, mache ich es mir diese Woche mit einer visuell ansprechenden Künsterin leicht.

Fontanas Werk umfasst Siebdrucke sowie Skulpturen aus Metall und Polyester.

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Eierblume

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Kubus

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Sirius (Escher-Wysch-Platz, Zürich)

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Durchschritt

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Stier

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Rotondo I

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Hommage à Richard Paul Lohse

7. September 2015

KW 37/2015: Mary Bauermeister, 7. September 1934

Mary Bauermeister

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Manchmal muss ich auch den einfachsten Weg gehen und jemand finden, der mit Bildern für sich spricht.

Mary Bauermeisters Werke, soweit man sie online findet, nehmen mit einer optimistischen Klarheit für sich ein. Obwohl sie mit eine scheinbar natürliche Unordnung aufweisen, wirken sie aufgeräumt und – da sie mit Licht spielen – aufmunternd.

Perhaps

20. Juli 2015

KW 30/2015: Charlotte Sommer-Landgraf, 20. Juli 1928

Charlotte Sommer-Landgraf

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Als Bildhauerin interessiert mich Charlotte Sommer-Landgraf eigentlich weniger – auch wenn ihre Skulptur Sich befreien Sinnbild ist für die Befreiung der neuen Bundesländer vom Sozialismus, also im Prinzip für die Wiedervereinigung. Plaziert ist diese im Palaisgarten in Dresden.

Wirklich fasziniert bin ich von ihren völlig anderen, grafischen Arbeiten am Computer. Schon 1988 begann sie mit ihrem Atari-Heimcomputer, Grafiken zu erstellen; dabei wandelt sie mathematische Prozesse in Bilder um. Einen schönen Überblick über diese Bilder kann man sich hier verschaffen.

Manchen wird das rätselhaft sein, aber ich mag diese geheimnisvollen Übersetzungen einer klaren kontinuierlichen Sprache (die die Mathematik ist); diese Bilder wirken wie Ausschnitte aus einem großen Ganzen. Als wäre in ihnen die zugrundeliegende Matrix zu sehen, aber alles zu verstehen übersteigt unsere intellektuellen und physischen Fähigkeiten.

11. Februar 2014

building body love, bit by bit

wer’s wegen facebook-abstinenz oder aus anderen gründen noch nicht gesehen hat, der kann sich auf der homepage des künstlers Jamie McCartney die gesammelten materialien zu seiner Wall of Vagina ansehen. oder, etwas wengier umständlich, direkt auf der seite des kunstprojekts Great Wall of Vagina.

in einer welt, in der immer mehr des weiblichen körpers der beurteilung und bearbeitung anheimfällt, ist es sehr angenehm, die große variabilität von 400 vulven zu sehen und darinzu erkennen, dass alles mögliche normal ist – unser eigener körper also wahrscheinlich auch. dabei ist es wunderbar frei von unangebrachter fetischisierung, von objektifizierung durch einen dominant männlichen blick und von exotizismus – sie sind alle unterschiedlich und ihrer einzigartigkeit schön und „normal“.

18. Februar 2013

KW 8/2013: Yoko Ono, 18. Februar 1933

Yoko Ono

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Ich weiß von Yoko Ono viel weniger als ich sollte, um meine Sympathie für sie zu rechtfertigen. Als junge Beatles-Hörerin wurde sie mir selbstverständlich bekannt als „die Frau, die die Beatles kaputtgemacht hat“. Wobei ich nicht einmal in meiner schwärmerischsten, pubertärsten Phase daran geglaubt habe, dass eine Person, wie bösartig sie auch sei, erstens in der Lage noch zweitens willens sein könnte, die Beatles absichtlich zu ruinieren.

Als ich alt genug war, um der Frage „Wer ist Yoko Ono eigentlich?“ nachzugehen, war das Internet noch nicht so weit, mir dies zu beantworten.

Jetzt sind endlich das Internet und ich so gute Freunde, dass ich die Frage gründlich beantworten konnte und mich ab jetzt als Yoko-Fan bezeichnen werde.

Zu dem ganzen Beatles-Thema ist nur folgendes zu sagen:

1. Yoko Ono hatte die Beziehung zu John Lennon nicht nötig, sie war bereits eine vielversprechende Künstlerin und hatte in ihrer Welt – von der die zahlreichen Beatles-Fans bei ihrem Auftauchen höchstwahrsheinlich unbeleckt waren – nicht nur Erfolg, sondern bekannte und geschätzte Kollaboranten. John Lennon konnte sich, so muss man es eigentlich sehen, glücklich schätzen, dass er Yoko begegnete, als er gerade dabei war, sich selbst neu zu (er)finden; tatsächlich bin ich überzeugt, dass ihre Beziehung auf der Ebenbürtigkeit der beiden als Künstler beruhte.

Und 2. Leute, die behaupten, Yoko Ono sei schuld am Zerbrechen der Beatles, sagt etwas sehr sehr Übles über John Lennon, nämlich dass er selbst nicht Rückgrat genug hatte, um seine Beziehung zu seinen Bandkollegen entgegen den Intrigen seiner Geliebten zu retten. Es mag sein, dass John seine Beziehung mit Yoko zum Anlass genommen hat, sich weiter von den Beatles fortzuentwickeln – das ist aber noch immer seine und nicht ihre Verantwortung. Und inzwischen wissen wir ja nun alle, dass es schon vor Yoko Ono bei den Beatles gekriselt hat.

Yoko Ono ist eine Frau mit einer sehr eigenen, faszinierenden Geschichte und einem vielseitigen Portfolio an Werken. Zu manchen davon mag der Zugang schwierig sein, zu anderen leichter – sie ist jedoch in keiner Hinsicht eine selbstpostulierte Künstlerin. Fluxus-Künstler, Jazz-Musiker und Filmemacher haben mit ihr gearbeitet, schon bevor sie mit dem Beatle liiert war. Und dass sie ihre Schaffenskraft auch darauf verwendet, ihre eigenen Erinnerungen und die der Welt an John Lennon zu zelebrieren und seinen Tod zu verarbeiten, kann man ihr meines Erachtens nicht vorwerfen.

Ein paar Beispiele ihrer Kunst mal vorgestellt: Ihr Cut Piece ist Performance Art der ersten Stunde. Mit ihrem Wishtree vereint sie omnikulturelle Vorstellungen von der Kraft, die Wünschen innewohnt, mit einem globalen Happening. Sie kämpft für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, hat Humor und setzt sich generell für die richtigen Dinge ein (Akzeptanz von Homosexualität, den Kampf gegen HIV/AIDS). Dass so viele sie unerträglich finden, liegt vielleicht nur daran, dass es uns schwerfällt, eine Frau zu akzeptieren, die so ohne Zögern und Scheu ihr Ding durchzieht. More power to you, Yoko.

 

PS: Zu ihrem Geburtstag lädt Yoko Ono ihre Fans (auf Facebook und Instagramm) ein, an ihrem weltumgreifenden Projekt smilesfilm mitzuwirken und ihr ein Foto zum Geburtstag zu schicken.

19. November 2012

KW 47/2012: Germain Krull & Alice Aycock, 20. November 1897/1946

Diese Woche gibt es eine kühne Kombi der Kunst. Aus dem einfachen Grunde, dass die eine, Germaine Krull, erst 1985 in einer der nächstgrößeren Städte meines Heimatortes verstorben ist und eine Fotoserie „Métal“ gemacht hat und die andere, Alice Aycock, wunderbar weibliche Skulpturen aus Metall macht.

Germain Krull, 20. November 1897

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auch bei fembio

Alice Aycock, 20. November 1946

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Website der Künstlerin

29. Oktober 2012

KW 44/2012: Aurélie Nemours, 29. Oktober 1910

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